Unser Reisevehikel Genty

Unser Reisevehikel Genty

Freitag, 9. Oktober 2009

Von Ignacio, CO nach Moab, UT

Heute haben wir  unseren Aufenthalt in Ignacio beendet und sind nach Moab, UT weitergefahren, wo wir 5 Tage bleiben werden.


Die Fahrt führte zuerst noch einmal über die gleiche Strecke wie gestern zum Mesa Verde Natl. Park (aber diesmal mit Genty und Sack und Pack) dann via Cortez, CO und Monticello, UT nach Moab, UT. Die Fahrt war abwechslungsreich und die Landschaft wurde nach Monticollo typisch Utah-mässig (viele rote Sandstein-Formationen in allen Varianten. In und um Monticello wurde die Strasse neu gemacht und wir mussten über einige Meilen in einem schmalen Korridor zwischen orangen Fässern zirkeln.

Nach der Installation im OK RV Park haben wir die Zeit noch genutzt und den gleich hinter dem RV Park über dieses Wochenende stattfindenden Mineralien-Ausstellung besucht.

Während der Fahrt gibt es nicht so viele Föteli, diese sind hier zu sehen.

Pos. 38.52152N     109.48890W    Moab, UT        4'573 ft    OK RV Park

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Mesa Verde Natl. Park

Nach einer erneut sehr kalten Nacht, die Schläuche waren wieder einmal eingefroren, haben wir ausgerüstet mit warmen Kleidern und Proviant unseren Mesa Verde Ausflug in Angriff genommen. Via Durango sind wir auf einer gut ausgebauten Strasse über einen kleinen Pass (mit Skigebiet Hesperus) zum Park gefahren (60 Meilen).



Der Mesa Verde Natl. Park liegt auf einer Hochebene mit vielen Canyons am Rande der Ute Mountain Indian Reservation. Vom Parkeingang ging es über eine kurvenreiche Strasse zuerst aufs Plateau und dann auf der Rückseite auf eine schiefe Ebene. In diesem hinteren Bereich sind die wenigen zugänglichen Pueblo Ruinen zu sehen. Im ganzen Park gibt es Hunderte davon, die meisten sind bekannt, aber dem Publikum nicht zugänglich, weiter noch nicht entdeckte werden noch vermutet.

Im Far View Visitors Center haben wir ein sehr informatives kleines Museum besucht und eine geführte Besichtigung der Cliff Palace Ruine gebucht (der Zutritt ist nur in geführten Gruppen gestattet). Sowohl der Zugang wie der Ausgang der Ruine waren nur über sehr steile Treppen und Holzleitern (!!!) möglich (und das auf über 7'000 ft - schnauf !). Diese Ruine hat ca. 150 Räume und ist noch relativ gut erhalten. Sie wurde von Pueblo Indianern in der Zeit von 550 - 1300 n.Chr. gebaut und benutzt.


Anschliessend fuhren wir durch eine interessante Landschaft (viele Canyons, teilweise vor ein paar Jahren grossflächig abgebrannt) zum Museum und haben das Spruce Tree House aus der Distanz betrachtet. Dieses Museum war sehr informativ, aber wenig fotogen.

Das Wetter war den ganzen Tag kühl, aber angenehm. Zahlreiche Unwetter haben wir vor allem gegen Abend aus der Ferne betrachten können. Gegen Abend haben wir auch eine Gruppe Rehe, einen Rehbock und ausserhalb des Parks einen grossen Hirsch gesehen. Ziemlich müde sind wir später als üblich nach Hause gekommen.

Die Föteli vom heutigen Ausflug gibt es hier.

Pos: 37.13970N     107.63100W    Ignacio,CO        6'563 ft

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Es regnet in Ignacio

Heute wollten wir eigenlich weiterfahren nach Moab, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.



Schon in der Nacht hat es angefangen zu regnen und am Morgen regnete es dann in Strömen, dazu kam, dass wir vorsichtshalber den RV Park in Moab anriefen um sicherzustellen, dass sie für uns auch Platz haben, und erfahren mussten, dass kein socher für uns vorhanden war. So haben wir uns entschlossen, noch etwas länger hier zu bleiben. Wir haben den Tag mit Büroarbeiten (sprich Blog schreiben), waschen, kleineren Reparaturen, etc. verbracht.

In Moab haben wir einen Platz ab Freitag, sodass wir morgen voraussichtlich noch den Mesa Verde Natl. Park ansehen können.

Fötelis hat es heute keine.

Pos: 37.13970N     107.63100W    Ignacio,CO        6'563 ft    Sky Ute Casino

Dienstag, 6. Oktober 2009

San Juan Skyway

Heute war es endlich soweit. Nach einer eiskalten Nacht (wir mussten wieder das Wasser die ganze Nacht leicht laufen lassen, dass die Schläuche nicht einfroren) erwartete uns ein Tag der Qualität "Grand Beau". Gleich nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen (warme Kleider, Proviant, viele Getränke und die Ladegeräte für die Kamera-Batterien).
In Durango haben wir noch aufgetankt und los gings auf die Ostseite des San Juan Skyway. Weil wir nur einen Tag zur Verfügung hatten, konnten wir nicht die ganze, von unserem Standort aus 270 Meilen lange, Tour unternehmen. Wir haben uns deshalb für die Ostseite (hin und zurück) mit den drei Pässen Coal Bank (10'640 ft), Molas (10'910 ft) und Red Mountain Pass (11'018 ft) entschieden.

Von Durango führte die Strasse zuerst dem Animas River entlang und stieg langsam an zum Coal Bank Pass. Da es die vorangegangene Nacht leicht geschneit hatte, waren die Bergspitzen und in höheren Lagen die ganze Landschaft leicht "verzuckert". Schon hier gab es hinter fast jeder Ecke eine Gelegenheit zum fotografieren.

Auf dem Pass haben sich ganze Familien im Schnee vergnügt. Von hier ging es zuerst wieder in ein Tal hinunter um dann noch einmal stark anzusteigen zum Molas Pass mit einer sehr schöne Panoramasicht.



Vom Molas Pass führte die Strasse dann hinunter zum Städtchen Silverton, eine alte Minenstadt, die heute vorwiegend vom Durango-Bähnli (Durango & Silverton Narrow Gauge RR) lebt, das zwei - bis viermal im Tag von Durango ein Ladung Touristen bringt. Die Souvenirshops und die Läden mit Indianerschmuck und -Keramiktöpfen waren zahlreich vorhanden. Trotzdem hat man nicht das Gefühl, in eine der vielen "Tourist Traps" geraten zu sein, wahrscheinlich deshalb, weil das Dorf ruhig in einer sehr schönen Landschaft liegt. In und um Silverton liegen Hunderte von verlassenen Gold- und Silberminen, die letzte davon wurde 1991 geschlossen. Sommer- und ein wenig Wintertourismus halten die Gegend aber gut am Leben.

Von Silverton führt der berühme San Juan Skyway über den berüchtigten Red Mountain Pass. Die Strasse ist heute sehr gut ausgebaut, aber stellenweise immer noch "gfürchig", vor allem für grössere Fahrzeuge. Wir waren jedenfalls froh, nur mit dem Jeep und nicht mit dem Genty unterwegs zu sein. Wir haben trotzdem drei Motorhomes und ein paar Lastwagen gesehen. Wenn die aber an diesen neuralgischen Stellen kreuzen müssen - ohweh, da ist einfach nicht genügend Platz (auf der einen Seite eine steile Felswand nach oben und auf der gegenüberliegenden Seite .... tief nach unten - und ohne Leitplanke.


Auf der anderen Seite des Passes liegt die Ortschaft Ouray, die auch als Switzerland of America bezeichnet wird. Die Amis wissen wohl warum, wir haben es aber nicht herausgefunden, vielleicht weil einer der umliegenden Berge ganz entfernt dem Matterhorn gleicht.

Für die ganze Reise bis hierher haben wir sechs Stunden gebraucht und hunderte Föteli geknips. Für die Rückreise über die gleiche Strecke brauchten wir dann nur noch zweienhalb Stunden. Wir haben heute sehr viele eindrückliche Landschaften und zwei interessante Städtchen und relativ wenige Tiere gesehen. Ein Mountain Goat, Squirrels und viele Vögel. Auf der Rückreise hatten wir noch ein ganz besonderes Tier-Erlebnis. Plötzlich stand ein grosses Reh vor uns am Strassenrand. Wir mussten stark bremsen (eigentlich zum fotografieren), aber dann hüpfte das Reh unmittelbar vor unserer Stosstange über die Strasse. Für ein Föteli hat es nicht gereicht, aber dafür haben wir auch keinen Zusammenstoss erlebt.


Von den vielen Föteli hat es hier eine Auswahl.

Pos: 37.13970N     107.63100W    Ignacio,CO        6'563 ft

Navajo Lake und Aztec Ruins

Da das Wetter immer noch nicht ganz toll ist, konnten wir den grossen Ausflug auch heute nicht unternehmen. Dafür haben wir einen schönen Ausflug nach New Mexico gemacht. Zuerst fuhren wir zum südlichen Ende des Navajo Lakes und haben die dortige Marina und den Damm besucht.

Auf dem Weg (vor allem in New Mexico) haben wir zahlreiche grüne Apparate gesehen, die wie Oelpumpen aussehen. Wir haben uns erkundigt und erfahren, dass die Gegend sehr grosse Gas-Vorkommen hat. In hunderten von kleinen Pumpen wird Gas aus dem Boden geholt. Die Pumpen sind aber nicht für das Gas, sondern damit wird das Wasser heraufgepumpt, damit das Gas dann von selber aus dem Boden kommt. Dieses wird in kleinen Rohren an Sammelstellen geführt, wo es komprimiert und an die grosse Verteilstelle in Bloomfield gepumpt wird. Von dort gehen riesige Gaspipelines nach Oregon und Kalifornien sowie via Texas an die Ostküste.


Danach sind wir nach Aztec weitergefahren zum Aztec National Monument. Hier haben vor über 1000 Jahren Pueblo Indianer (Anasazii) gehaust. Aus unerfindlichen Gründen wurden diese Stätten, wie auch die anderen in der grösseren Region (Mesa Verde, etc) aber vor 800 Jahren verlassen. Die Ruinen haben eine gewisse Aehnlichkeit mit Ruinen aus der Römerzeit. Die Anasazi konnten mauern und hatten wahrscheinlich eine höhere Kultur als die zeltbewohnenden Indianer in der Neuzeit.

Am späteren Abend waren wir wieder zurück im Genty und haben uns ein feines Fisch-Curry mit Reis und Salat zubereitet - mmh

Die Föteli von heute sind hier.

Pos: 37.13970N     107.63100W    Ignacio,CO        6'563 ft

Montag, 5. Oktober 2009

Sonntag in Ignacio

Heute Sonntag haben wir wie üblich etwas länger geschlafen, Zeitungen gelesen, etc. Am Nachmittag wollten wir dann doch noch etwas hinaus und haben eine kleine Rundfahrt gemacht. Ignacio ist die Hauptstadt der Southern Ute Indian Reservation. Es ist aber eher ein kleines Dorf. Die Umgebung ist landwirtschaftlich genutzt. Viele Anwohner haben Pferde. Wir haben die Gelegenheit benützt heute ein paar richtige Esel und richtige Pferde zu fotografieren. 20 Meilen südlich von Ignacio ist der nördlichste Teil vom Navajo Lake. Dort haben wir einen Spaziergang unternommen.


Das Wetter war wechselhaft, am See fast 10 Grad F wärmer als in Ignacio. Die letzten beiden Bildli sind hinter und vor dem Casino. Alle Föteli vom Tag gibt es hier.

Pos: 37.13970N     107.63100W    Ignacio,CO        6'563 ft

Samstag, 3. Oktober 2009

Durango und Umgebung

Gestern haben wir nach einer sehr kalten Nacht (minus 10 Grad C) und einem Continental Breakfast im Casino zuerst das Visitors Center in Durango besucht und Informationen eingeholt. Dann sind wir zum Bahnhof gefahren und haben den Jeep parkiert. Zu Fuss haben wir zuerst den alten Bahnhof vom Durango Bähnli und anschliessend die Altstadt und die Main Avenue mit den zahlreichen Läden und Restaurants besichtigt. Es gibt hier einige schön renovierte Häuser.



Vom Visitors Center hatten wir die Information, dass im Fort Lewis College eine Ausstellung über Berglöwen (Pumas) stattfindet. Das College liegt an bevorzugter Lage erhöht über der Stadt mit einer tollen Aussicht. Die lehrreiche Ausstellung war gut gemacht und informativ.
Am Abend haben wir uns am Seafood Buffet im Casino verköstigt. Das Essen war besser als am Vortag.




Heute Samstag haben wir nach einer erneut kalten Nacht wieder im Genty gefrühstückt. Danach sind wir nach Durango zum Farmers Market gefahren. Dort wurden an zahlreichen Ständen Früchte und Gemüse sowie Spezialitäten angeboten. Das Angebot war weitgehend "Bio" und so waren auch die Preise. Wir haben trotzdem einiges eingekauft, u.a. einen Zucchetti-Kuchen. Einen guten Mandelgipfel haben wir gleich am Markt verspeist.



Am Nachmittag sind wir zuerst zum Lemon Reservoir gefahren. Dort war nicht viel los und der See war halbleer. Wir sind trotzdem dem See entlang gefahren. Ganz hinten haben wir ein "Lipizzaner-Gestüt" gesehen. Der geneigte Leser möge uns die kleine Uebertreibung verzeihen. (Was waren das eigentlich für Tiere ?)
Weiter gings zum Vallecito Lake, einem etwas verlassenen Ferien-Gebiet. Auch dieser See war halbleer und viele Ferienhäuser wurden zum Verkauf angeboten. In diesem Gebiet hat es vor Jahren einmal gebrannt und grosse Teile der Wälder und viele Ferienhäuser wurden damals ein Raub der Flammen. Aus einzelnen abgebrannten Stämmen hat ein Künstler einige Skulpturen geschnitzt. (als Erinnerung an das Feuer und zum Dank an die Feuerwehrleute).


Nach unserer Rückkehr zum Genty mussten wir zuerst den Zucchetti Kuchen probieren - war ausgezeichnet. Zum Nachtessen gab es wieder einmal Spaghetti, diesmal mit Mineralwasser hinuntergespült.

Die Föteli von diesen beiden Tagen gibt es hier.

Pos: 37.13970N     107.63100W    Ignacio,CO        6'563 ft

Freitag, 2. Oktober 2009

Von Del Norte nach Ignacio

Heute morgen mussten wir zuerst auf das Wasser warten. Am Vorabend wurden wir gebeten, die Wasserschläuche abzuhängen, damit die Hahnen nicht zufrieren. Wir hatten dies auch ausgeführt, aber haben die Warnung nicht so richtig geglaubt und unsere Schläuche draussen gelassen. Heute morgen waren sie  dann gut durchgefroren. Diese und den Filter mussten wir in der Küche mit Föhn und Warmwasser auftauen. Das dauerte nicht lange, aber wir mussten dann noch gut zwei Stunden warten, bis wieder Wasser zu unserem Platz geliefert wurde.


Um 11 Uhr sind wir dann trotzdem abgefahren. Wir hatten kein genaues Ziel, wir wollten lediglich in den Raum Durango kommen, wo noch einige Abenteuer auf uns warten. Die Strecke führte durch eine interessante Gegend, via South Fork und über verschiedene Baustellen, das Skigebiet Wolfs Creek und den gleichnamigen  Pass (10'550 ft). Auf der anderen Seite ging es steil hinunter nach Pagosa Springs, wo wir endlich wieder Telefonempfang hatten und Abklärungen machen konnten betreffend nächstem RV-Park-Standort.

Die Informationen waren allerdings nicht so toll und so haben wir uns entschlossen, nach Ignacio zum Sky Ute Casino zu fahren. Dort gibt es einen brandneuen, preisgünstigen RV Park.
Wir fuhren über Nebenstrassen um den "Chimney Rock" und am Navajo State Park vorbei. Der erste Teil war landschaftlich sehr schön, der zweite führte durch ein Indianer-Reservat und war weniger interessant.

Den RV Park beim Casino haben wir fast leer vorgefunden. Es ist auch hier kalt und wir haben vorsichtshalber die Wasserschläuche abmontiert, weil es über Nacht unter Null sein wird. Im Innern des Gentys ist es aber wohlig warm (die Heizung funktioniert gut).

Die Föteli von der heutigen Fahrt gibt es hier.

Pos: 37.13970N     107.63100W    Ignacio,CO        6'563 ft